Spannende Steine und Findlinge

Gedenkstein für Missionar Österblom

In dem südlichen Teil der Kirche liegt das am 1936 dem Missionar Lars Johan Österblom widmete Denkmal. Österblom kam auf die Insel Vormsi im Jahr 1873. Im Laufe der 13 Jahre hat er bedeutende Spuren in der Ausbildung, Erziehung und in dem Leben der Bevölkerung hinterlassen. Er hat drei Schulen gegründet und mehrere Bethäuser. Im Jahr 1887 sollte Österblom die Insel verlassen.

Denkmal für den Vorkämpfer der Estlandschweden Herrn Hans Pöhl

Im Dorf Hullo befindet sich das für Hans Pöhl errichtete Denkmal. Pöhl war einer der ersten Gebildeten und nationalen Erwachter. Er war in den 1920er Jahren der Vertreter der Estlandschweden in der estnischen Regierung und zugleich auch der Lehrer in Noarootsi sowie in Tallinn.

Findling Parunikivi (Baronsstein)

Der Gedenkstein für den letzten Baron von Vormsi Herrn Otto Friedrick Fromhold von Stackelberg bzw. der Parunikivi (Baronsstein) liegt in dem Dorf Hullo nicht tief im Wald. Der Durchmesser vom Stein beträgt 20,6 m, die Höhe 2,4 m und das Volumen 40 m3 (H. Viiding, 1986). Der neben dem Gemeindehaus auf der Straße stehende Wegweiser zeigt auch die Richtung. Laut den Volkserzählungen liebte der Baron zu diesem Stein die Spaziergänge zu unternehmen. Auf dem Stein steht der Text: „Für den Vater von den liebenden Söhnen.“

Kalksteinhügel Huitberg

Als einer der fesselnden Orte von Vormsi gilt der in der Mitte der Insel, in dem Fichtenwald befindende Kalksteinhügel Huitberg. Mehr als 400 Jahre altes vom Eis glatt geschliffenes Korallenriff ist von den Kalkplatten der im tropischen Flachmeer lebenden Tiere gebildet. Auf den Kalksteinaufschlüssen, an den Stellen ohne Moos, können die Fossilien gesehen werden, in den Kalksteinhöhlen haben für sich die schützenswürdigen Farne einen Lebensraum gefunden. Vargstein bzw.

Hundikivi (Wolfsstein)

Der Durchmesser des im Wald in der Nähe des Dorfes Kerslet liegenden Steines Hundikivi beträgt 18,7 m und die Höhe 2,5m. Der flache Findling mit rechteckigem Grundriss ist an manchen Stellen mit dem Moos bedeckt. Durch den Stein läuft eine horizontale Kluft.

Sepakivi (Schmiedestein)

Sepakivi (Schmiedestein) ist der größte von den im Innenteil der Insel befindenden Findlingen. Der Stein liegt im Dorf Borrby auf der damaligen Weide des Bauernhofes Knutsers und sein Durchmesser beträgt 22,6 m und die Höhe ist 4,2 m. Die Oberseite vom Findling hat eine flache Neigung in südwestlicher Richtung. Auf dem Stein wachsen zahlreiche Moose. Der nordöstliche Teil des Steines liegt fast auf dem Erdboden, der südöstlicher Teil liegt wahrscheinlich bis zu 1,5 m unter dem Boden. Laut Volkserzählungen haben einige Bauern sich auf dem Findling während der Ausplünderung der Tataren im Jahr 1575 gerettet, indem sie mit dem heißen Wasser und den Steinen geworfen haben.

Kirikukivi (Kirchenstein)

Findling im Dorf Norrby. Die Länge des Steines beträgt 7,8 m, die Breite 7,3 m, die Höhe 5,6 m und der Durchmesser 25-30 m. Der Stein ist aus dem Murkstein und liegt im Küstenwasser in dem nördlichen Teil der Insel Kerkgrunne und kann leicht gefunden werden. Der Stein befindet sich im Schutzgebiet von Väinameri. Charakteristisch ist die in den östlichen Teil des Steines liegende den Wasserstand des Jahres 1851 markierende Linie. Ein Adler hat in den früheren Zeiten den Stein als sein Nest benutzt (Eibefolke, 1851), weshalb auch der Name Eerstain bzw. Kotkakivi (Adlerstein) entstanden ist.